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Kiten und Kitesurfen auf Teneriffa

Ideal für Kitesurfer und Kiter ist El Medano an der Südost Küste von der Insel Teneriffa. Optimale Winde und Wellen herrschen beim Kiten und Kitesurfen in El Medano. Der Ort ist eine Hochburg für diesen Wassersport. Als Hotspot beim Kiten und Kitesurfen hat El Medano bereits Weltruhm erlangt. Unzählige Kitesurfer und Kiter tummeln sich tagsüber am Strand. Abends finden die aktiven Wassersportler kleine Cafes und Bars, wo bei einem gemütlichen Plausch der Abend beendet wird. Schulen für Kiten und Kitesurfen haben sich ebenfalls schon an der Playa von El Medano niedergelassen, wo viele Anfänger ihre Kurse buchen. Das Kiten und Kitesurfen auf Teneriffa ist relativ schnell erlernt. Diese Sportart ist das ganze Jahr auf Teneriffa möglich.

                           Kiten auf Teneriffa     Kiten auf Teneriffa

Kitesurfen
Kitesurfen oder auch Kiteboarden ist ein junger Trendsport, der aus der Familie des Powerkiting entstanden ist, wobei man einen „Kite“ (Lenkdrachen) für die Fortbewegung auf dem Wasser mit Hilfe eines Kiteboards verwendet. Der Sportler befindet sich dabei auf dem „Board“ und wird durch einen lenkbaren „Kite“, auch Windschirm oder kurz Schirm genannt, gezogen.
Weltweit gibt es zurzeit nach Schätzungen von Experten und der Industrie ca. 500.000 Menschen, die diesen Sport regelmäßig betreiben. Die Anzahl der Kitesurfer hat in den letzten Jahren rapide zugenommen, zumal dieser Wassersport leichter zu erlernen ist, als z.B. Windsurfen und gleichzeitig im Vergleich dazu die Ausrüstung günstiger und kompakter ist. Abgesehen davon, ermöglicht kein anderer Wassersport eine so umfangreiche Vielfalt an Sprüngen und Tricks.
 In den letzten Jahren hat sich die Ausrüstung, was das Thema Sicherheit betrifft, stark verbessert. Sämtliche Kitehersteller haben ihre Produkte mit umfassenden Sicherheitssystemen ausgestattet, bzw. noch weiter verbessert, was zu einer deutlichen Reduzierung des Gefahrenpotenzials geführt hat. Experten raten daher ab, Kite- und Barsysteme zu benutzen, die vor dem Jahr 2006 erschienen sind, da die signifikanteste Sicherheitsentwicklung erst zu dieser Zeit stattfand.

Rekorde
Wie bei anderen Extremsportarten, gibt es auch beim Kitesurfen mehrere Rekorde in unterschiedlichen Disziplinen, wobei meist zwischen offiziellen und inoffiziellen unterschieden wird.
Sprünge
Bei Sprüngen liegt der Rekord für die Höhe bei ca. 10 Metern offiziell (bei 48 Metern inoffiziell) und einer Weite von 250 Metern. Der längste bisher beweisbare Sprung dauerte 22 Sekunden und wurde am 28. Juli 2007 von Jessie Richman in der Golden-Gate-Meeresenge vor San Francisco durchgeführt.
Geschwindigkeit
Offizieller Speed-Weltrekordhalter nach Version des WGPSSRC: der Franzose Sebastian Catellan mit 56,87 Knoten = 105,32 km/h (Durchschnittsgeschwindigkeit über 10 sec) am 28. Oktober 2009 bei der Lüderitz Speed Challenge in Lüderitz in Namibia.
Offizieller Speed-Weltrekordhalter nach Version des WSSRC: der Franzose Alexandre Caizergues mit 50,98 Knoten = 94,41 km/h (Durchschnittsgeschwindigkeit über 500m) am 14. November 2009 in Lüderitz/Namibia.
Speed-Weltrekordhalter laut des Guinness-Buch der Rekorde: der US-Amerikaner Rob Douglas mit 55,65 Knoten = 103 km/h am 28. Oktober 2010 bei der Lüderitz Speed Challenge in Lüderitz/Namibia.
Distanz
Beim Kiteboarden ist es auch möglich längere Distanzen zu fahren, daher gibt es auch in dieser (inoffiziellen) Disziplin mehrere Rekorde.
Die Waliserin Kirsty Jones kitete am 13. Mai 2006 in rund 9 Stunden 225 km alleine von Lanzarote nach Tarfaya in Marokko.[13][14]
Eine Rekordkombination aus Entfernung und Geschwindigkeit gelang den Franzosen Raphaël Salles, Marc Blanc und Sylvain Maurain, die mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 38 km/h in nur 5:30 Stunden 207 km, von Saint Tropez nach Calvi mit den Kites fuhren. Dabei schlugen sie Manu Bertins Rekord auf dieser Strecke, der eine Stunde länger brauchte.
Eric Gramond kitete am 12. Oktober 2008 in nur 24 Stunden von Fortaleza nach Parnaíba (beides Brasilien), eine Distanz von 419,9 km.
Natalie Clarke überquerte am 22. März 2010 die 240 km lange Bass-Straße von Stanley in Tasmanien nach Venus Bay in Australien in 9 Stunden und 30 Minuten.
Ausrüstung
Die Kitesurf-Ausrüstung besteht aus mehreren Teilen. Die drei wichtigsten bilden dabei das Board, die Bar mit den Steuerungs- und Sicherheitsleinen und der Kite selbst. Hier gibt es große Unterschiede in Bauart und Größe, so dass die Ausrüstung an Körpergewicht und Könnensstand des Sportlers sowie an unterschiedliche Windstärken angepasst werden kann

Die Bar, Steuerungs- und Sicherheitsleinen
5-Leiner Bar mit Clamcleat Adjuster
Die Kitebar oder einfach nur Bar verbindet den Sportler über 24-30 m lange Steuerungs- und Sicherheitsleinen mit dem Kite und ermöglicht dessen Steuerung und hinsichtlich der Richtung und der Kraftentwicklung. Die neueren Modelle verfügen darüber hinaus über mehrere Sicherheitsmechanismen zum teilweisen oder vollständigen Trennen vom Schirm im Falle von Gefahr und/oder Kontrollverlust über den Schirm. Meist sind diese Sicherheitsauslösungen eine Quickrelease am Chickenloop (Kite stürzt auf das Wasser, ist aber noch mit einer Leine mit dem Trapez verbunden damit der Kite nicht verlorengeht) und eine Safetyleash (Beim Trennen von der Safetyleash ist der Sportler vollständig vom Kite getrennt). Unterschieden werden drei Bar-Systeme mit einer unterschiedlichen Anzahl von Leinen:
4-Leiner: Zwei Leinen sind für die Übertragung der Zugkräfte zuständig. Sie werden in der Mitte zur Depower-Leine zusammen geführt und über eine zentrale Durchführung sowie einer Schlaufe am Ende (Chickenloop) am Trapezhaken befestigt. Die anderen zwei Leinen (Lenkleinen oder auch Bremsleinen) werden links und rechts an den Enden der Bar befestigt. Sie ermöglichen weitere aerodynamische Manipulationen wie: Lenken, Anstellwinkel verändern, Anbremsen.
5-Leiner: Die 5. Leine ist zentral oder als „Y“ an der Vorderkante der Fronttube befestigt. Der Drachen kann durch Zug an dieser Leine drucklos auswehen, was einen Gewinn an Sicherheit bedeutet. Beim Start aus dem Wasser hilft sie außerdem, den Drachen in eine günstige Startposition zu bringen (Umklappen). Eine trimmbare fünfte Leine dient der Stabilisierung des Drachenprofils und erweitert somit den nutzbaren Windbereich.
2-Leiner: Ein Zwei-Leiner lässt nur eine eingeschränkte Depower des Schirms zu. Durch Loslassen der Bar kann der Schirm in einer Notsituation sofort an einer der Leinen auswehen. Er hängt dann nur noch an der Sicherheitsleine, die oft am Trapez, früher am Handgelenk befestigt wurde. Gelegentlich wird dieses System in der Anfängerschulung eingesetzt.
Der Schirm
Illustration dreier Kites. Softkite (hinten), C-Kite (rechts) und Bow-Kite
Kites gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, die sich auch in Angriffsfläche und Winkel des Windes unterscheiden. Mittels Leinen kann der Lenkdrachen so gesteuert werden, dass die auf den Sportler ausgeübten Kräfte in Richtung und Stärke variieren. Die Größe des Schirmes ist auch von der Windstärke abhängig. Die meistgefahrenen Größen sind 9 bis 12 m². Stärkere Winde erfordern kleinere Schirme, um Überbelastungen zu vermeiden. Besonders Anfänger sollten darauf achten, keinen zu großen Drachen zu verwenden. Hier ist zu bedenken, dass eine Verdopplung der Windgeschwindigkeit eine Vervierfachung der Kräfte im Kite nach sich zieht. Ein 9-m²-Kite kann bei 6 Windstärken locker zwei erwachsene Männer aus dem Wasser reißen. Fehlerhafte Lenkbewegungen können daher dramatische Folgen nach sich ziehen.
Neuere Drachen sind mit einer „Depower“-Möglichkeit ausgestattet, wodurch die auftretenden Kräfte verringert werden können. Unter Verwendung von „Depower“ wird der Winkel der Anströmkante des Drachens zum Wind reduziert und das Profil des Kites verändert, so dass sich weniger Wind im Schirm fängt und der Zug des Drachens abnimmt. Hauptsächlich wird zwischen Softkites und Tubekites unterschieden:
Softkites
Die Softkites oder auch Ram-Air-Kites oder Matten sehen aus wie Gleitschirme und eignen sich vor allem zur Benutzung an Land, z. B. beim Snowboarden oder Allterainboarden. Es gibt aber auch Softkites mit geschlossenen Zellen, die man zum Surfen auf dem Wasser benutzen kann. Sie erhalten ihre Stabilität dadurch, dass die Luft über Lufteinlassventile an der Anströmkante eindringen kann, dort zwischen zwei Tuchschichten "gespeichert" bleibt, und nicht mehr entweichen kann. Softkites mit offenen Zellen hingegen würden sich bei einem Absturz im Wasser mit Wasser füllen und wären somit nur noch schwer flugfähig. Der Begriff Ram-Air bezieht sich auf die Stauluft zwischen Ober- und Untersegel, durch die der Schirm seine Form erhält. Die Flugstabilität wird grundlegend durch Waageleinen erzeugt. Softkites kommen z. T. mit 3 Leinen aus. Bei diesem System gehen die drei Waageleinen in eine Mittellein (Frontline) und zwei Steuerleinen (Backlines) über. Manche Matten haben hingegen Anknüpfpunkte wie Tubekites (4-Leiner).
Tubekites
Ein C-Kite - gut zu erkennen ist die Eckige Form an beiden Enden
Tubekites haben anders als Softkites mehrere Luftschläuche (Tubes): einen Frontschlauch (Fronttube), der dem Schirm die Form gibt und mehrere Querschläuche (Struts), die etwa in einem 90° Winkel an die Fronttube angeschlossen sind und der „Segelfläche“ Stabilität geben. Diese Luftkammern werden vor dem Start auf einen Druck von ca. 6–8 psi (ca. 0,4-0,6 bar) aufgepumpt. Sie verhindern nach einer Wasserlandung das Versinken des Schirms und erleichtern so den Wasserstart. Innerhalb der Tubekites wird zwischen 4 Unterarten unterschieden:
C-Kites
C-Kites waren die ersten Tubekites, und erhielten ihren Namen nach der dem Buchstaben „C“ ähnelnden Form des Kites. Sie finden heute vor allem im Freestyle Bereich besonders bei sehr guten Fahrern noch eine weite Verbreitung. Vorteile der C-Kites sind ein sehr direktes Fluggefühl, eine lineare Leistungsabgabe, geringe Barkräfte und ein hohes Potential an abrufbarer Leistung insbesondere bei Sprüngen im Freestyle-Bereich. Durch im Vergleich zu Bow-Kites nur minimaler Depower sind diese Kites für Anfänger eher ungeeignet.
Bow-Kites
Die Bow-Kites sind den C-Kites in der Konstruktion sehr ähnlich, jedoch fällt dass Profil wesentlich flacher aus und die Fronttube verläuft nicht linear, sondern ist zu den beiden Enden hin bogenförmig herumgezogen, was zur Namensgebung führte. Der Bogenschirm besitzt darüber hinaus „Waageschnüre“ mit mehreren Anknüpfungspunkten am Drachen. Durch diese optimierte Form und „Aufhängung“ kann man durch Wegschieben der Bar den Anstellwinkel des Drachens zum Wind über einen im Vergleich größeren Bereich bis nahezu 100 % Depower verstellen, d. h. im Normalfall zieht der Kite den Surfer nicht mehr unvermittelt nach Lee (siehe Gefahren). Somit ist der Kite sehr gut für Anfänger geeignet und wird meist auch bei Kursen eingesetzt. Nachteilig an Bow-Kites ist das oft indirekte Fluggefühl, was besonders im fortgeschrittenen Freestyle-Bereich gegenüber C-Kites ein echtes Manko darstellt.
Hybrid-Kites
Hybrid-Kites bilden eine Mischung aus C-Kites und Bow-Kites. Sie sind wie Bow-Kites meist SLE- (Supported Leading Edge-) Kites, d. h. die Fronttube wird durch Waageleinen an mehreren Anknüpfpunkten stabilisiert. Dadurch ergibt sich ähnlich wie bei Bow-Kites eine hohes Depower-Potential. Die Steuerleinen sind allerdings, ähnlich wie bei C-Kites, meistens direkt am Drachen angeknüpft. Daraus ergeben sich ein direkteres Flug- und Lenkgefühl sowie geringere Kräfte an der Bar. Diese Merkmale werden besonders von fortgeschrittenen Fahrern gefordert. Für Anfänger sind Hybrid-Kites nicht so fehlerverzeihend wie Bow- oder Delta-Kites.
Delta-Kites
Delta-Shape-Kites sind eine Weiterentwicklung der Bow-Kites. Von der französischen Kitesurfmarke F-one Kites wurden sie 2007 auf den Markt gebracht und schnell von anderen Marken nachgeahmt. Sie werden mit 4–5 Leinen geflogen. Wie die Bow-Kites bieten sie eine fast 100%ige Depower und tragen dazu bei, den Sport sicherer zu machen. Auch Delta-Kites haben an der Fronttube Bridles (Waageleinen), die es möglich machen, den Kite in einen steileren Anstellwinkel zum Wind zu stellen, und dadurch leichter und sicherer für Einsteiger zu fliegen sind. Die Kites besitzen eine Deltaform und ähneln den Bow-Kites. Delta-Kites sind zurzeit die Kites mit den besten Wasserstarteigenschaften. Sobald sie auf dem Wasser oder Schnee liegen, treiben sie an den Windfensterrand und lassen sich durch Ziehen an der jeweiligen Steuerleine aus dem Wasser starten. Es gibt auch kleinere Schirme bis zu 6 Quadratmeter.

Weitere Ausrüstungsgegenstände
Trapez : Nach den drei Hauptbestandteilen wichtigstes Zubehör. Schon kleine Kites entwickeln enorme Zugkräfte, so dass diese ohne ein Trapez der Kite nicht lange gehalten werden kann. Das Trapez schnallt sich der Sportler um die Hüfte und hängt an einem daran angebrachten Metallhaken den Chickenloop der Bar ein, und somit auch den Kite. Beim Trapez wird zwischen einem Hüfttrapetz und einem Sitztrapez entschieden.
Das Hüfttrapez gewährt dem Fahrer größtmögliche Bewegungsfreiheit und behindert somit auch nicht bei komplizierten Tricks. Andrerseits kann es leicht verrutschen und den Tragekomfort erheblich beeinträchtigen, sollte es z.B. zu hoch sitzen und auf die Wirbelsäule drücken.
Das Sitztrapez bleibt durch die Beingurte fest am Becken und rutscht auch bei enormen zugkräften oder wenn der Kite im Zenit steht nicht viel nach oben. Dadurch hat es einen besseren Tragekomfort und wird vor allem gerne von Einsteigern benutzt.
 Eine Boardleash
Boardleash: Damit das Brett nach einem Sturz nicht wegtreibt, verbinden einige Kiter ihr Board über eine Leinenverbindung, der sogenannten Boardleash, mit ihrem Trapezgurt oder ihrem Fuß. Dabei wird zwischen einer festen und einer aufrollbaren Leash (ähnlich einer Hundeleine) unterschieden. Bei der Verwendung einer Leash entsteht allerdings ein Gefahrenpotential, da der Kiter im Falle eines Sturzes unsanft vom Brett getroffen werden kann, was teilweise zu schweren Verletzungen im Hals- und Kopfbereich führen kann. Eine Leash sollte aus Sicherheitsgründen nur mit Helm und Prallschutzweste verwendet werden. Die Mehrzahl der Kiter verzichtet daher auf die Leash, da ein verlorenes Brett auch erschwommen werden, oder mit einem einhändigen Bodydrag nach Luv erreicht werden kann.
Helm: Um das Unfallrisiko bei Stürzen oder eines, durch eine Boardleash zurückschleuderndes, Boards zu minimieren empfiehlt es sich einen Helm zu tragen. Dieser sollte aber ein speziell zum Kitesurfen entwickelter Helm sein und nicht z.B. ein Fahrradhelm.
Prallschutzweste: Eine Prallschutzweste erfüllt gleich zwei Funktionen. Da Wasser bei einem Aufprall ziemlich hart sein kann, schützt sie den Sportler insbesondere beim trainieren neuer Tricks. Da sie auch einen großen Auftrieb hat, der fast an den einer Rettungsweste herankommt, erleichtert sie auch längere Schwimmeinlagen, wie sie bei Stürzen oftmals nötig sind.
Schuhe: Sie Schützen in Stehrevieren den Kiter vor Schnittverletzungen und halten bei längeren Fahrten die Füße warm und verhindern somit eine Unterkühlung.
Sonnenbrille: Sehr sinnvoll vor allem um die Mittagszeit, wenn die Sonne sehr hoch steht während der Kite beobachtet wird. Zudem verhindert sie eine Verblitzung, welche durch die spiegelnde Wasseroberfläche entstehen kann.
Manöver
Kitesurfer beim Carved Jibe
Der Kitesurfer regelt seinen Kurs und seine Geschwindigkeit über die Steuerung des Schirms und des Brettes. Die Kurse zum Wind können ähnlich wie ein Segler oder Windsurfer gewählt werden, das heißt gegen den Wind kann aufgekreuzt werden. Unterschiede ergeben sich gegenüber den anderen Segelsportlern unter anderem durch die Eigengeschwindigkeit und die Flughöhe des Drachens. Letztere beträgt je nach Leinenlänge maximal 30 Meter. In dieser Höhe ist der Wind meist stärker, konstanter und frei von Turbulenzen Mit der Bar wird es dem Kitesurfer ermöglicht, über die Leinen den Schirm im Windfenster zu steuern. Und somit nach rechts und links, also parallel zum Wind zu fahren. Zur Richtungsänderung wird die Seite der Bar, in die man Fahren möchte, behutsam zum Körper hingezogen und somit der Kite in diese bewegt. Bei einer Richtungsänderung (Halse) wird der Kite langsam in den Zenit und schließlich in den anderen Teil des Windfensters bewegt. Das Wenden kann mit einem Basic Jibe, der Trambahn-Halse erfolgen, oder mit der "richtigen" Wende, einem Carved Jibe. Bei der Trambahn-Halse steht der Kiter kurz, bevor er in die andere Richtung weiter fährt, bei der Carved Jibe fährt der Kiter einen Halbkreis nach Lee und fährt anschließend in die andere Richtung weiter, anstatt stehen zu bleiben. Zusätzlich zu den Lenkbewegungen muss der Sportler mit dem hinteren Fuß das Board belasten, um dem Kite einen Widerstand zu bieten.
Ein Kiter im Amwindkurs, starke Rückenlage und Kantenbelastung
Ein Kitesurfer sollte das "Höhelaufen" beherrschen, also durch gezieltes Lenken auf einer gedachten Linie fahren und nach einer Wende wieder beim Ausgangspunkt ankommen, und nicht zu weit nach Lee abgetrieben werden. Beim Höhelaufen spielt vor allem die Boardsteuerung durch Gewichtsverlagerung eine große Rolle. Der "normale" Kurs ist der Halbwindkurs, bei dem der Surfer etwa rechtwinklig zur Windrichtung fährt. Dadurch ist im besten Fall ein exakt gerades Fahren möglich. Lehnt er sich weiter nach vorne, fährt er auf Raumwindkurs und steuert so nach Lee. Lehnt er sich ausgehend vom Halbwindkurs weiter nach Hinten, fährt er auf Amwindkurs. Durch den Raumwind- und Amwindkurs lässt sich somit nach Lee und Luv lenken, also nach "vorne" und "hinten" bzw. "in" das Windfenster und "aus" dem Windfenster "heraus".
Sollten zwei Kiter also aufeinander zu fahren, lässt sich ein Zusammenstoß vermeiden, indem der Leegewandte nach vorne in den Raumwindkurs, und der Luvgewandte nach hinten in den Amwindkurs ausweicht.
Start des Kites
Startvorgang eines Bow-Kites mit Starthelfer in Exmouth, England
Die Vorgehensweise beim Start des Schirms ist vom eingesetzten System abhängig. Beim Tubekite ist ein Starthelfer sinnvoll. Er hält den Schirm am Windfensterrand, wo der Schirm nicht so viel Zug entwickelt, so dass der Sportler den Schirm gefahrlos in den Zenit fliegen kann. Ohne Starthelfer kann der Schirm an einer umgeschlagenen Schirmecke mit Sand(säcken) am Boden gehalten werden. Zum Start werden die Sandsäcke durch Zug an den betreffenden Leinen abgeworfen und der Schirm steigt zum Himmel auf.
Bestimmte Ram-Air-Schirme können auch ohne Helfer gestartet werden. Diese Drachen sollten aber auch nicht wirklich in der direkten Leistungszone gestartet werden – es sei denn, der Wind ist unter 3 bft. Aus Sicherheitsgründen ist aber auch bei diesen Schirmen ein Helfer angebracht, der den Sportler davor bewahrt, ungewollt nach vorne gezogen zu werden. Das gilt, insbesondere bei extrem viel Wind, auch für den Tubekite-Start.
Wasserstart
Nach einer Wasserlandung von Tubeschirmen versucht der Kitesurfer den Drachen durch Be- und anschließendes Entlasten (in Richtung des Schirms schwimmend) der Frontleinen den Schirm auf den „Rücken“, d. h. die Schirm-Oberkante zu legen. Durch Steuerbewegungen, meist an einer der Bremsleinen, wird der Schirm vorsichtig aus der Leistungszone zum Windfensterrand bewegt. Dort kann der Schirm durch Zug an der nach oben weisenden Seite wieder gestartet werden. Systeme mit einer 5. Leine am Frontschlauch (vorderer, c-förmiger Schlauch) vereinfachen das Umklappen des Drachens und damit den Wasserstart. Insbesondere ist damit auch ein Start in der Leistungszone möglich, der bei Tubeschirmen ansonsten sehr gefährlich werden kann („Russenstart“), weil der Sportler je nach Windzug nach oben und vorne gerissen wird.
Liegt der Schirm andersherum ist ein sog. Rückwärtsstart möglich, wenn der Schirm eine entsprechende Vorrichtung hat. Mattenschirme (3-/4-Leiner) lassen sich recht einfach durch Ziehen an den Backleinen (Leinen, die an der Hinterkante des Schirms angebracht sind) rückwärts starten. Der Drachen erhebt sich dann rückwärts fliegend und kann nach Erreichen von einigen Metern Höhe durch eine 180°-Drehung wieder in die Vorwärtsposition gebracht werden. Einige Tubeschirme haben zum Rückwärts-Start spezielle Leinen, die über ein Umlenksystem oder direkt auf die Hinterkante des Schirms wirken, was ein Rückwärtsfliegen möglich macht. Rückwärtsstart-Systeme sind insbesondere zur Benutzung auf dem Land (auf Schnee) vorteilhaft.
Die sogenannten Bow-Schirme haben die Haupttube bogenförmig nach hinten geschnitten, sodass der Schirm nicht mehr mit der gesamten Vorderkante auf Land oder Wasser aufliegt. Durch eine aufgefächerte Anlenkung der vorderen Leinen sind zusätzlich die Ohren vom Untergrund bzw. Wasser abgehoben. Beim Neustart kann sich ein solcher Schirm ohne direkt auf dem „Rücken“ zu liegen ans Windfenster bewegen und wieder hochsteigen. Der Übergang aus der Powerzone ist wesentlich schneller und weicher.
Delta-Shape-Kites sind zurzeit die Kites mit den besten Wasserstarteigenschaften. Sobald sie auf dem Wasser oder Schnee liegen, treiben sie an den Windfensterrand und lassen sich durch Ziehen an der jeweiligen Steuerleine aus dem Wasser starten.
Springen
Ein Kiter springt, indem er den Drachen in voller Fahrt über den Zenit in den anderen Windfensterrand bewegt durch den Auftrieb des Kites schließlich in die Luft gehoben wird. Es lassen sich so große Sprünge – teils schon Flüge – vollbringen. Um nicht nach vorne zu drehen, und sich dadurch mit dem Rücken in Flugrichtung zu befinden, sollte der Sportler eine möglichst kompakte Haltung einnehmen und eine hohe Körperspannung aufweisen. Zum Landen wird der Kite langsam wieder in den ursprünglichen Windfensterrad zurücklenkt. Einen einfachen Sprung nennt man Basic Jump, Air oder bei einem besonders hohen und/oder weitem Sprung Big Air
Schematische Darstellung aller Grabtricks beim Kiteboarden. Grün = Vorderhand, Ockerbraun = Rückhand. Der Pfeil gibt die Windrichtung an.
Wie auch beim Snowboarden, Skaten und ähnlichen Sportarten sind sowohl Flip- als auch Grab-Tricks und darüber hinaus One-Foots, Board-Offs, und aus dem Wakeboarden adaptierte Tricks wie Raileys möglich.
Bei den Flip-Tricks kann sich der Kiter einfach nach Rechts oder Links, horizontal um die eigene Achse drehen (360 Flip), oder vertikal nach Vorne oder Hinten (Fronftlip, bzw. Backflip)
Bei Grab-Tricks hat der Akteur noch mehr Möglichkeiten, wie das nebenstehende Schaubild verdeutlicht. Flip- und Grab Tricks lassen sich aber auch Verbinden, so dass Tricks wie "360 Melons" oder "720 Tailgrabs" möglich sind.
Bei One-Foot-Tricks steigt der Kiter mit einem Fuß aus der Bindung/Schlaufe aus und kombiniert dies mit einem Grab Trick (zur Kontrolle des Boards) und ggf. einem Flip Trick. Ein reiner One-Foot wird selten durchgeführt, da die Wahrscheinlichkeit das Board in der Luft zu Verlieren sehr groß ist.
Bei Board-Offs steigt der Kiter mit beiden Füßen aus der Bindung/ den Schlaufen. Hier ist die Kombination mit einem Grab-Trick zwangsweise Erforderlich, da man sonst das Board verlieren würde. Auch hier ist die Kombination mit einem Flip möglich.
Eine besondere Sprungart stellen die Raileys dar, da bei diesen der Kiter nur noch mit der Safetyleash mit dem Kite verbunden ist (er fährt "unhooked"). Nach dem Absprung wird die Bar am Trapez ausgehängt, der Kiter streckt die Arme aus und bringt durch nach hinten abgeknickte Beine das Board auf, oder über Kopfhöhe. Zum Landen muss der Sportler Arme und Beine wieder anziehen, und die Bar einhaken.
Fachausdrücke beim Kitesurfen
Air time: Dauer eines Sprunges. Diese beträgt meist 3-5 oder 10 Sekunden, kann bei besonders hohen Sprüngen oder guten Windbedingungen aber auch wie bei einem Sprung Jessie Richmans 22 Sekunden betragen.
Aspect-ratio: Das Verhältnis zwischen Breite und Höhe des Kites (variiert bei den gängigen Kites zwischen High-aspect-ratio von 5,0 und Low-aspect-ration von 3,0)
Bladder: Der aufblasbare Kunststoffschlauch, der sich in den Tubes befindet und vor dem Start des Kites mit 0,4 bis 0,6 bar aufgepumpt wird. Der Druck ist von der Umgebungstemperatur und der Wassertemperatur abhängig. Bei starker Sonneneinstrahlung und hoher Lufttemperatur kann die Bladder auch ohne Fremdeinwirkung platzen, wenn sie zuvor zu stark aufgepumpt wurde. Gibt man jedoch zu wenig Druck in die Tubes, entwickelt der Kite erst gar kein Profil, oder die Luft in den Tubes kühlt bei Kontakt mit dem Wasser so stark ab, dass der Kite sein Profil verliert und nicht mehr ohne fremde Hilfe gestartet werden kann.
C-Kite-Feeling: Damit sind die Vorzüge des direkten Steuerverhaltens und der niedrigen Haltekräfte des C-Kites gemeint. Die Hersteller versuchen zunehmend, diese positiven Eigenschaften auf neuere Kitemodelle (z.B. Delta-Kites) zu übertragen, die durch Verbesserung der Depower-Wirkung und anderer Sicherheitsaspekte leider etwas an C-Kite-Feeling verloren haben.
High-End: Starkwindeigenschaft - Die High-End-Eigenschaft eines Kites umfasst, wie sich ein Kite bei - in Bezug auf seine Größe - starkem Wind verhält. Ein Kite mit gutem High-End bietet also bei viel Wind gute Zugkräfte und lässt sich trotzdem kontrolliert und sicher steuern.
Low-End: Leichtwindeigenschaft - Wie der Ausdruck schon vermuten lässt, handelt es sich bei der Low-End-Eigenschaft um das exakte Gegenteil zum High-End. Ein Kite mit gutem Low-End, entfaltet bei - für seine Größe - wenig Wind bereits respektable Zugkräfte und gutes Steuerverhalten.
Leading-Edge: Die alternative Bezeichnung für die Front-Tube.
New School: Die "Neue Schule" umfasst das Repertoire der Tricks aus dem Wakeboarden, bei denen der Kite "unhooked" gefahren wird. Das heißt, der Fahrer hängt vor dem Trick den Chickenloop aus dem Trapez aus und ist nur noch über die Hände an der Bar und die Safety-Leash mit dem Kite verbunden. Dies ist die Grundlage für einige Sprünge und Tricks, die eingehakt nicht möglich wären (z.B. Airpass, Handle-Pass, etc).
Old School: Das Fahren und Springen in Manier der "Alten Schule", das seit den Anfängen des Kitesurfens existiert und bei dem der Fahrer eingehakt ist.
Stall: Der Strömungsabriss (engl. "Stall") tritt auf, wenn zu wenig Wind über das Profil des Kites strömt und die Kraft des Sogs, der den Kite in der Luft hält, kleiner wird, als seine eigene Gewichtskraft. Der Kite entwickelt also keinen Zug mehr und stürzt anschließend auf die Oberfläche. Eine Sonderform ist hierbei der sogenannte "Backstall", der entsteht, wenn der Kite sehr tief im Windfenster steht, und der Anstellwinkel des Kites durch Anziehen der Bar derart groß wird, dass der Wind den Kite nicht mehr nach oben zieht, sondern nach unten drückt, sich der Kite überschlägt und letztendlich abstürzt. Dies ist ein häufiger Anfängerfehler und hat den Nachteil, dass sich bei einem 5-Leinen-System die 5-te einmal um den Kite wickelt und auch bei einem gelungenen Restart dessen Flugeigenschaften deutlich negativ beeinflusst. Ein "Frontstall" wird hervorgerufen, wenn der Kite den Surfer überfliegt. Dies passiert, wenn der Kite aus einer Position tief im Windfenster mit viel Schwung an den Windfensterrand (meist auf die 12-Uhr-Position) geflogen wird. Ein Strömungsabriss ist die Folge und der Kite fällt unkontrolliert aufs Wasser.
 Kitesurfer beim "Wave"-Fahren
Wave: Eine Disziplin, bei der die Elemente des Kitesurfens mit denen des Wellenreitens kombiniert werden. Der Surfer lässt sich mit Kiteunterstützung aufs Meer hinaus ziehen und reitet dann dort die Wellen ab. Der Kite wird dann an den Windfensterrand gebracht, wo er kaum Zugkräfte ausbilden kann und den Surfer auf der Welle am wenigsten beeinflusst. Natürlich sind durch die Vorzüge des Kites dem Surfer auch andere Möglichkeiten gegeben, z.B. gegen die Wellen anzufahren und diese als Rampen zu verwenden.

Quelle: Wikipedia

Inseltipp:

Cueva del Mar Teneriffa Südost

 

zu den Kiteschulen auf Teneriffa

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